Modellflug und Flugreisen

Motorrad Auspuffanlagen

Im Straßenverkehr fallen Motorräder vielen Menschen unangenehm durch ihre Geräuschentwicklung auf. Oft ist dies bei älteren Fahrzeugen der Fall, teilweise haben die Besitzer jedoch in unzulässiger Weise den Klang verändert. In den letzten Jahren wurden die Geräuschemissionen von der Industrie durch Vorgaben des Gesetzgebers erheblich gesenkt. Nicht allen Besitzern von Zweirädern gefällt der Klang ihrer Motorrad Auspuffanlage und sie tauschen sie gegen andere Produkte aus. Dabei sind häufig die Bestimmungen der allgemeinen Betriebserlaubnis oder die Vorschriften zur Eintragung in die Fahrzeugpapiere tangiert.

Verschiedene Bauformen

Eine Motorrad Auspuffanlage kann für die einzelnen Motorentypen sehr unterschiedliche Bauweisen haben. 1-Zylindermotoren können den Auspuff rechts oder links am Rahmen vorbeiführen, 2-Zylindermaschinen können 1 seitliches Endrohr oder 2 besitzen. V-förmige Motoren haben anderen Krümmerführungen als Reihenmotoren. Bei 4-Zylindermaschinen sind Reduzierungen auf 2 oder 1 Endrohr möglich, es kommen aber auch Motorräder mit 4 Endrohren vor. Die Konstruktion einer Motorrad Auspuffanlage umfasst immer den Bereich der Krümmer und die Region des Schalldämpfers. Aus Kosten- und Gewichtsgründen werden häufig Auspuffanlagen von Mehrzylindermotoren zu 1 oder 2 Endrohren zusammengefasst. So werden unnötige Kosten für mehrere Endschalldämpfer vermieden und die Reinigung sowie die Pflege des Motorrades werden erleichtert. Die Auspuffanlagen werden an mehreren Punkten des Rahmens und Fahrwerkes befestigt. Diese Befestigungspunkte müssen oft heftige Vibrationen aushalten und sind entsprechend stabil konstruiert.

Materialien und Abgasreinigungsanlagen

Hochwertige Auspuffanlagen werden komplett aus Edelstahl gebaut und sind zur optischen Verschönerung manchmal verchromt. Das ist besonders für den Bereich der Krümmer eine sinnvolle Maßnahme, da sie durch die hohe Hitzebelastung häufig in einem unansehnlichen Rostbraun erscheinen. Moderne Motorräder verfügen über geregelte oder zumindest passive Katalysatoren. Sie werden wie bei PKW über eine Lambdasonde und eine Motorelektronik in Verbindung mit der Gemischaufbereitung gesteuert. Die Auspuffanlagen werden im Betrieb heiß und bergen eine gewisse Verletzungsgefahr. Sie sind daher mit Abstandsblechen oder außerhalb der Berührungsreichweite durch mitfahrende Personen auf dem Motorrad platziert. Sportliche Maschinen weisen eine Abgasführung unter der Sitzbank entlang auf. Tourenmotorräder und Chopper bevorzugen eher tief angebrachte Auspuffanlagen. Enduros haben in der Regel höher angebrachte Abgasverläufe, um bei Wasserdurchfahrten das Eindringen von Wasser zu erschweren.

Tuning und Geräuschentwicklung

Zur Leistungssteigerung werden für viele Modelle von Tuningbetrieben kompatible Auspuffanlagen für ohnehin leistungsstarke Motorräder angeboten. Einhergehend mit ihrem Einbau sind häufig eine stärkere Geräuschemission und ein geänderter Klang. Viele Motorradbesitzer legen eher Wert auf die Klangänderung und kümmern sich nicht um die geänderte Leistung. Angeblich verbessern die Anlagen die Leistung und den Drehmomentverlauf. In der Praxis sind die Behauptungen oft nicht einmal auf Motorprüfständen nachzuweisen und die Aussage der Eigentümer sind subjektiv zu werten. Die Gefahr der Austauschanlagen besteht im Verlust des Versicherungsschutzes wegen einer erloschenen Betriebserlaubnis und einer erhöhten Umweltbelastung. Die Auspuffanlagen zur Leistungssteigerung besitzen häufig keinen Katalysator und machen aus einem eigentlich sauberen Motor einen deutlich schlechteren wegen des indiskutablen Abgasverhaltens. Der Boom zum unerlaubten Tuning wird durch häufige Verkehrskontrollen und Geräuschmessungen offensichtlich nicht beeinträchtigt. Auch für die kommende Motorradsaison sind verstärkte Kontrollen bereits angekündigt.