Modellflug und Flugreisen

Wie funktioniert ein Elektrofahrrad?

Früher beinahe ausschließlich von älteren Menschen genutzt, erfreuen sich Elektrofahrräder heutzutage insbesondere wegen der steigenden Spritpreise auch bei der jüngeren Generation zunehmender Beliebtheit. Trotz Gegenwind oder Steigungen lassen sich damit Strecken bis zu 50 Kilometern problemlos zurücklegen, die Parkplatzsuche entfällt und der CO2-Ausstoß ist im Vergleich zum Auto deutlich geringer.
Bei Kurzstrecken stellt das Elektrofahrrad somit eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zum Auto dar.
Doch was bedeutet der Begriff „Elektrofahrrad“? Handelt es sich dabei noch um ein Fahrrad im engeren Sinn?

Mit dem Überbegriff „Elektrofahrrad“ bezeichnet man Fahrräder, die tretunterstützend oder vollständig durch einen Elektromotor angetrieben werden.
Man unterscheidet hierbei Pedelecs und E-Bikes.
Bei einem Pedelec ist eine elektrische Motorunterstützung bis maximal 250 Watt an das Treten gekoppelt, Gas zu geben ohne zu treten ist nicht möglich. Ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h schaltet sich der Motor ab.
Nach der europäischen Richtlinie 2002/24/EG ist das Pedelec dem Fahrrad rechtlich gleichgestellt. Man benötigt somit weder Führerschein noch Versicherungskennzeichen oder Zulassung.

Die schnellen Pedelecs oder S-Pedelecs, wie sie auch genannt werden, zählen nicht mehr zu den Fahrrädern, sondern zu den Kleinkrafträdern. Die Motorunterstützung, die 500 Watt nicht überschreiten darf, erfolgt bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Für die S-Klasse sind mindestens ein Mofa-Führerschein und damit auch Versicherungskennzeichen sowie Zulassung vonnöten.
Auch E-Bikes gelten als Kleinkrafträder und erfordern damit dieselben Voraussetzungen. Es handelt sich hierbei um Elektrofahrräder mit unabhängigem Antrieb, das heißt ohne in die Pedale zu treten kann eine Geschwindigkeit bis maximal 20 km/h erreicht werden. Die Beschleunigung erfolgt durch Betätigung eines Drehgriffs oder Schaltknopfes.
S-Pedelecs und E-Bikes dürfen nur auf Radwegen gefahren werden, die das Zusatzschild „Mofas frei“ aufweisen.

Die Energie gewinnt der Motor bei einem Elektrofahrrad aus dem Akku. Während früher Blei- und Nickel-Metall-Hydrid-Akkus verwendet wurden, kommen heute aufgrund ihrer höheren Energiedichte bei einem leichteren Gewicht, ihrer Langlebigkeit und besseren Umweltverträglichkeit vor allem Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus zum Einsatz.
Die durchschnittliche Reichweite eines Elektrofahrrades liegt bei 40-50 Kilometern, unter anderem spielen hierbei Gewicht des Fahrers und Rades, Steigungen sowie Unterstützungsgrad des Motors eine Rolle. Ist die Kapazität aufgebraucht, muss der Akku aufgeladen werden, was bis zu fünf Stunden in Anspruch nehmen kann.
Beim Kauf eines Elektrofahrrades empfiehlt es sich daher, sich nach der Möglichkeit eines zuschaltbaren Ersatzakkus zu erkundigen.